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Pilates

Definition

Pilates ist ein höchst effektives Übungssystem, das im Einklang mit einer tiefen, bewussten Atmung und mit hoher Konzentration langsam und präzise durchgeführt wird. Die Bewegungen sind fließend und geschmeidig. Doch obgleich Pilates alle Muskeln in Ihrem Körper kräftigt und dehnt, gilt es in erster Linie als klassisches Rumpftraining. Schließlich ist es das oberste Ziel, ein starkes und stabiles Körperzentrum aufzubauen. Neben den oberflächlichen Muskeln wird daher auch die tiefe, wirbelsäulennahe Muskulatur beansprucht. Es kann also gut sein, dass Sie durch das Pilates-Training Muskeln entdecken, von denen Sie bisher noch gar nicht wussten, dass es sie überhaupt gibt. Pilates verleiht Ihnen Ausstrahlung, Haltung, Beweglichkeit und Kraft. Es entspannt und baut Stress ab – und Sie fühlen sich nach dem Training wie neugeboren, frisch und erholt.

Methode 

Pilates verbindet Bewegung mit Kraft, Atmung mit Wahrnehmung, Haltung mit Beweglichkeit, Anspannung mit Entspannung, und obwohl die Techniken – zumindest am Anfang – recht einfach sind, kann man die Trainingsergebnisse schnell sehen und spüren. Joseph Pilates: „ Nach 10 Stunden fühlen Sie sich besser, nach 20 Stunden sehen Sie besser aus, nach 30 Stunden haben Sie einen neuen Körper“.

 

Für wen ist Pilates geeignet?

Pilates zeichnet sich dadurch aus, dass es prinzipiell von jedem Menschen praktiziert werden kann. Für die nachfolgenden Gruppen ist das Training besonders geeignet:

  • Sportler, auch nach Verletzungen infolge einseitiger Bewegungen.
  • Darstellende Künstler wie Tänzer, Schauspieler und Musiker, für die eine gute Haltung wichtig ist.
  • Menschen, die unter chronischen, haltungsbedingten Rückenschmerzen leiden.
  • Ältere Menschen, die beweglich bleiben und Stürze vermeiden möchten.
  • Frauen und Männer, die einer Osteoporose oder Rückenleiden vorbeugen wollen.
  • Menschen, die ihre Körperhaltung und ihre Fitness verbessern möchten.

Wer sollte auf Pilates verzichten?
Wer unter chronischen oder akuten Erkrankungen leidet, sollte grundsätzlich seinen Arzt um Rat fragen. Gefährlich sind insbesondere:

  • Entzündungen jeglicher Art
  • Zustand nach Knochenbrüchen
  • Akute Bandscheibenvorfälle
  • Frische Operationen

 

 

Pilates gehört vor allem in England und in den USA zur Ausbildung an anerkannten Tanzschulen und Hochschulen. Aber auch an der Hamburger Staatsoper oder am Düsseldorfer Ballett wird nach Pilates trainiert.
In der medizinischen Rehabilitation, zum Beispiel nach Sportverletzungen, werden die Pilates-Übungen ebenfalls eingesetzt. Immer mehr Physiotherapeuten arbeiten mit der Pilates-Methode in ihrer Praxis, sowohl im Einzel-, als auch im Kleingruppentraining. Teilweise wird Pilates vom Arzt verordnet ("gerätegestützte Krankengymnastik"). Unter Anleitung kann man die Übungen bei Rücken- und Schulterproblemen, bei Hüftdysplasie oder bei ungleich langen Beinen einsetzen.
Allerdings gibt es keine einheitlichen Richtlinien für die Ausbildung. Jeder kann sich Pilates-Experte oder Pilates-Trainer nennen, denn der Begriff "Pilates" ist nicht geschützt.